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ZCP – Z-Chitosan Products Germany

Herkunft

Herkunft und Pflanzenwirkstoffe.

Wie Chitosan üblicherweise gewonnen wird, beschreibt die Fachliteratur; wie daraus mit Pflanzenextrakten Z-Chitosan entsteht, beschreiben die Patentschriften. Diese Seite zeigt beide Wege offen und mit Quellen.

  1. 01Schalen als Nebenprodukt
  2. 02Entmineralisierung
  3. 03Entproteinisierung: Chitin
  4. 04Deacetylierung: Chitosan
  5. 05Inklusion: Z-Chitosan
  6. 06Einbringung in Produkte
Gepresster Thymian und Oregano als Herbarbelege, Garnelen- und Krabbenschale, Glasschale mit Chitosan-Flocken auf Papier
Symbolbild

Herkunfts-Pfad

Vom Rohstoff zu Z-Chitosan in sechs Stationen.

Die Stationen 01 bis 04 zeigen nach der Fachliteratur, wie Chitosan üblicherweise gewonnen wird; die Patentschriften nennen keine Rohstoffquelle. Die Stationen 05 und 06 folgen den Patentschriften. Tippen Sie eine Station an, um Chemie, Zweck und Nachhaltigkeit zu sehen.

01

Schalen als Nebenprodukt

Chitosan wird meist aus Krebstierschalen gewonnen, daneben aus Pilzen. Bei der Verarbeitung von Garnelen und Krabben bleiben die Schalen übrig; sie bestehen im Wesentlichen aus Chitin, Proteinen und Calciumcarbonat.

Literatur Yan & Chen 2015; Younes & Rinaudo 2015

Chemie
Chitin (C₈H₁₃O₅N)ₙ, verbunden mit Proteinen; Mineralanteil CaCO₃
Zweck
Rohstoff für Chitin
Nachhaltigkeit
Ein Reststoff, der vielerorts entsorgt wird, wird stofflich genutzt (Yan & Chen 2015).

02

Entmineralisierung

Verdünnte Säure löst das Calciumcarbonat aus den Schalen. Dabei entweicht Kohlendioxid.

Literatur Younes & Rinaudo 2015

Chemie
CaCO₃ + 2 HCl → CaCl₂ + H₂O + CO₂↑
Zweck
Entfernt den Mineralanteil
Nachhaltigkeit
Säure und Abwasser sind die Stellgrößen dieser Stufe; biologische Verfahren wie Fermentation werden erforscht (Younes & Rinaudo 2015).

03

Entproteinisierung: Chitin

Verdünnte Lauge löst die Proteine. Zurück bleibt Chitin, ein faseriges, weißliches Biopolymer.

Literatur Younes & Rinaudo 2015

Chemie
Chitin = Poly-β-(1→4)-N-Acetyl-D-Glucosamin
Zweck
Trennt die Proteine vom Chitin
Nachhaltigkeit
Enzymatische Entproteinisierung ist als Alternative mit weniger Lauge beschrieben (Younes & Rinaudo 2015).

04

Deacetylierung: Chitosan

Konzentrierte Lauge spaltet einen Teil der Acetylgruppen ab. Es entstehen freie Aminogruppen, und aus Chitin wird Chitosan.

Literatur Younes & Rinaudo 2015

Chemie
–NH–CO–CH₃ + OH⁻ → –NH₂ + CH₃COO⁻ · Deacetylierungsgrad (DDA) typisch 60–95 %
Zweck
Freie Aminogruppen machen Chitosan in saurer Lösung positiv geladen und löslich.
Nachhaltigkeit
Die Stufe benötigt konzentrierte Lauge und erhöhte Temperatur (Younes & Rinaudo 2015).

05

Inklusion: Z-Chitosan

Chitosan und Pflanzenextrakt werden getrennt mit je einem Katalysator emulgiert und dann mit einem weiteren Katalysator vernetzt. So entsteht Z-Chitosan, ein Einschlusskomplex aus Chitosan und mindestens einem Pflanzenextrakt.

Patent US 11,708,424 B1 · US 12,071,490 B2

Chemie
Schema laut US 11,708,424 B1: Chitosan–O⁻ + Pflanzenextrakt, mit Katalysator → Einschlusskomplex
Zweck
Verbindet das Chitosan als Träger mit dem Pflanzenextrakt
Nachhaltigkeit
Laut Patentschrift laufen alle drei Schritte in wässriger Lösung bei Raumbedingungen.

06

Einbringung in Produkte

Die Lösung wird schrittweise zu Pulver getrocknet. Das Pulver wird in einem Polymer zu einem Masterbatch verarbeitet, das in Kunststoffe, Polymere oder Gewebe kommt.

Patent US 12,071,490 B2

Vier Wege ins Material
Chemie
Physikalische Schritte: schrittweises Trocknen, Compoundieren zum Masterbatch
Zweck
Bringt Z-Chitosan in Kunststoff, Polymer oder Gewebe
Nachhaltigkeit
Laut Patentschrift macht das Masterbatch 1–10 % des Kunststoffs, Polymers oder Gewebes aus.

Hinweis

Offen gesagt: Herkunft und Allergie.

Chitosan wird meist aus Krebstierschalen gewonnen, daneben aus Pilzen (Rinaudo 2006). Krebstiere zählen in der EU zu den Allergenen, die bei Lebensmitteln anzugeben sind (Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang II).

Ob im fertigen Produkt Restprotein nachweisbar ist, zeigt nur eine Analyse.

Angaben zur Rohstoffquelle von Z-Chitosan erhalten Sie auf Anfrage.

Botanik-Atlas

Sechs Beispiele aus der Patentschrift.

Die Patentschrift US 11,708,424 nennt in Anspruch 2 über 70 mögliche Extrakte. Sechs davon zeigen wir hier, jeweils mit dem Hauptwirkstoff, den die Fachliteratur der Pflanze zuordnet; das ist keine Analyse von Z-Chitosan. Öffnen Sie eine Schublade, um das Molekül zu drehen.

Frische Thymianzweige mit kleinen graugrünen Blättern und blasslila Blüten vor dunklem Schiefergrund
Symbolbild

Hauptwirkstoff Thymol

Modellhafte Darstellung · Struktur nach PubChem

Molekül drehen

Thymus vulgaris L.

Thymian · Hauptwirkstoff Thymol

Thymol ist ein phenolisches Monoterpen und prägt das ätherische Öl des Thymians. Seine antibakterielle und antimykotische Wirkung ist in der Literatur umfassend untersucht.

Literatur Marchese et al. 2016, Food Chemistry 210:402–414

Quellen11
  1. Yan N., Chen X. (2015): Sustainability: Don't waste seafood waste. Nature 524(7564):155–157. doi:10.1038/524155a
  2. Younes I., Rinaudo M. (2015): Chitin and chitosan preparation from marine sources. Structure, properties and applications. Marine Drugs 13(3):1133–1174. doi:10.3390/md13031133
  3. Rinaudo M. (2006): Chitin and chitosan: Properties and applications. Progress in Polymer Science 31(7):603–632.
  4. Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel, Anhang II (Stoffe oder Erzeugnisse, die Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen), Nr. 2 Krebstiere.
  5. US 11,708,424 B1, Ansprüche 1 und 2; US 12,071,490 B2, Ansprüche 1, 7 und 8 sowie Beschreibung. USPTO.
  6. Marchese A. et al. (2016): Antibacterial and antifungal activities of thymol: A brief review of the literature. Food Chemistry 210:402–414.
  7. Leyva-López N., Gutiérrez-Grijalva E. P., Vazquez-Olivo G., Heredia J. B. (2017): Essential oils of oregano: biological activity beyond their antimicrobial properties. Molecules 22(6):989. doi:10.3390/molecules22060989
  8. Vasconcelos N. G., Croda J., Simionatto S. (2018): Antibacterial mechanisms of cinnamon and its constituents: A review. Microbial Pathogenesis 120:198–203. doi:10.1016/j.micpath.2018.04.036
  9. Marchese A. et al. (2017): Antimicrobial activity of eugenol and essential oils containing eugenol: A mechanistic viewpoint. Critical Reviews in Microbiology 43(6):668–689. doi:10.1080/1040841X.2017.1295225
  10. Kamatou G. P. P., Vermaak I., Viljoen A. M., Lawrence B. M. (2013): Menthol: A simple monoterpene with remarkable biological properties. Phytochemistry 96:15–25. doi:10.1016/j.phytochem.2013.08.005
  11. Nieto G., Ros G., Castillo J. (2018): Antioxidant and antimicrobial properties of rosemary (Rosmarinus officinalis, L.): A review. Medicines 5(3):98. doi:10.3390/medicines5030098

Vom Rohstoff zum Nachweis.

Das Wirkmodell nach Literatur zeigt die Technologie-Seite. Patentschriften und Laborprüfungen stehen unter Nachweise.