Zum Inhalt springen
ZCP – Z-Chitosan Products Germany

Anwendung · Textilien

Antimikrobielle Textilausrüstung auf Chitosan-Basis.

ZCP aus Dresden entwickelt mit Textilveredlern und Garnherstellern Z-Chitosan-Ausrüstungen für Funktions-, Medizin- und Heimtextilien.

Weißer technischer Sportstrick in weichen Falten, feine Maschenstruktur im seitlichen Tageslicht
Anwendungsbeispiel
Technischer Strick aus Polyester
Problem
Geruch durch Bakterien in Funktionstextilien
Material
Polyester, Baumwolle und Mischungen
Einbringung
Ausrüstung von Garn oder Flächenware, z. B. im Foulard
Prüfdaten
ausgewählte Prüfdaten auf Anfrage, nach Prüfung und unter NDA

Das Problem

Geruch, Klinikhygiene, Waschbeständigkeit.

Literatur

  1. Geruch

    In einer Studie mit 26 Personen rochen Polyester-Shirts nach dem Training deutlich stärker als Baumwoll-Shirts. Auf Polyester vermehrten sich vor allem Mikrokokken, die Schweißbestandteile zu flüchtigen Geruchsstoffen umsetzen. [1]

  2. Klinik

    Berufskleidung im Gesundheitswesen ist häufig mit Krankheitserregern kontaminiert. Textilien gelten als wenig untersuchter Übertragungsweg. [2]

  3. bis 45 %

    Bei neun silberausgerüsteten Textilien gingen in der Wäsche zwischen unter 1 % und 45 % des Silbers verloren. Oxidationsmittel im Waschmittel verstärkten die Freisetzung. [3]

Waschzyklus-Zähler

Was nach der Wäsche bleibt.

Ein Stoffmuster läuft durch 0, 10, 25 und 50 Wäschen. Nach jeder Stufe lässt sich die antibakterielle Aktivität nach ISO 20743 prüfen.

0Wäschen

Modellhafte Darstellung

Waschzyklen

Waschverfahren

Faser

Die Stufen sind Prüfpunkte und kein Versprechen zur Haltbarkeit.

Was sehe ich?

Ein Stoffmuster läuft durch 0, 10, 25 und 50 Wäschen. Nach jeder Stufe lässt sich die antibakterielle Aktivität nach ISO 20743 prüfen. Die Stufen sind Prüfpunkte und kein Versprechen zur Haltbarkeit.

Vom Shirt zur Faser.

Gefaltetes schlichtes weißes Funktionsshirt ohne Logo auf hellgrauem Grund, Draufsicht Makroaufnahme eines weißen Polyestergarns, einzelne verdrillte Filamente diagonal im Bild Visualisierung im REM-Stil: sich kreuzende Polyesterfasern mit dünnem, glattem Film und kleinen Brücken
Anwendungsbeispiel 10 cm

10 cm

Funktionsshirt aus Polyester

Das Produkt, das getragen und gewaschen wird.

Was sehe ich?
  1. 10 cm · Funktionsshirt aus Polyester. Das Produkt, das getragen und gewaschen wird.
  2. 1 mm · Garn aus verdrillten Filamenten. Hier dringt die Ausrüstung ein.
  3. 10 µm · Einzelfasern mit dünnem Ausrüstungsfilm, stellenweise mit Brücken zwischen den Fasern..

Die Bilder sind Visualisierungen, keine Messaufnahmen.

Einbringung

So kommt Z-Chitosan auf die Faser.

Der Einbringungsweg ist die Ausrüstung: Z-Chitosan wird in der Veredlung auf Garn oder Flächenware aufgebracht, etwa im Foulard, und anschließend fixiert. Für Chemiefasern prüfen wir im Einzelfall auch ein Masterbatch beim Spinnen.

Modell wird geladen …

Modellhafte Darstellung

Schichten

Schicht anklicken oder in der Szene antippen.

Was sehe ich?
SchichtMaterialRichtwert DurchmesserFunktionZ-ChitosanPrüfung
FaserPolyester oder Baumwolle10–20 µmTräger, bestimmt Griff und Feuchtetransportbei Ausrüstung nicht im Faserkern–
AusrüstungsfilmZ-Chitosan-Ausrüstungje Rezeptur, festgelegt im Projektantimikrobielle FaseroberflächehierISO 20743
Garnverbandverdrillte Filamente oder Stapelfasern0,1–0,3 mmZusammenhalt; hier wirkt die WaschmechanikFilm auf den Fasern, teils als BrückeISO 6330 / ISO 15797 (Wäsche vor der Prüfung)
Reihen weißer Garnkonen auf einem Gatter, feine Fäden laufen zu einer Rundstrickmaschine
Symbolbild

Einsatzfelder

  • Sport- und Funktionskleidung
  • Schuhtextilien
  • Klinikwäsche und Berufskleidung
  • Heimtextilien

Für Textilien mit Hautkontakt ist der Allergiehinweis auf der Seite Herkunft zu beachten.

Prüfung

Prüfung und Einordnung.

Welche Prüfungen ein Produkt mit Z-Chitosan braucht, hängt von Material, Einsatz und geplanter Aussage ab; wir legen sie im Projekt gemeinsam fest. Zum Schutz unseres geistigen Eigentums können ausgewählte Prüfdaten potenziellen Partnern auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden, nach Prüfung und unter einer Vertraulichkeitsvereinbarung.

Nachweise ansehen

Regulatorischer Rahmen

Soll Z-Chitosan im Textil biozid wirken, ist das Textil eine behandelte Ware nach der Biozid-Verordnung (EU) Nr. 528/2012; wird die Eigenschaft beworben, gilt die Kennzeichnung nach Art. 58 Abs. 3. Der Wirkstoff braucht die passende Produktart: PT 9 für den Schutz der Faser, PT 2 für Textilien mit desinfizierender Eigenschaft. Medizintextilien können zusätzlich unter die MDR fallen. [4]

  • PT 9 · Faserschutz
  • PT 2 · desinfizierend
  • ggf. MDR

Biozidrechtlicher Status von Z-Chitosan: klären wir je Produktart vor Projektbeginn

Einordnung, keine Rechtsberatung. Stand: 26.09.2026

Für Ihre Unterlagen

Partner-Steckbrief

Problem
Geruch durch Bakterien in Funktionstextilien; Hygiene von Klinikwäsche; Waschbeständigkeit bestehender Ausrüstungen
Materialien
Polyester, Baumwolle und Mischungen; weitere Fasern nach Prüfung
Einbringung
Ausrüstung von Garn oder Flächenware, z. B. im Foulard; Masterbatch beim Spinnen nach Machbarkeit
Prüfdaten
ausgewählte Prüfdaten auf Anfrage, nach Prüfung und unter NDA
Regulatorischer Rahmen
Biozid-VO (EU) Nr. 528/2012, Art. 58; PT 9 bzw. PT 2; bei Medizintextilien MDR
Zusammenarbeit
gemeinsame Entwicklung mit Veredlern und Garnherstellern · Muster
Status
Partner gesucht
Ansprechpartner
Hadi Sultani, Geschäftsführer · +49 176 84362604

Häufige Fragen

Was Ausrüster fragen.

Ihre Frage ist nicht dabei? Fragen Sie den Assistenten oder das Team.

Wie waschbeständig ist die Z-Chitosan-Ausrüstung?

Das prüfen wir im Projekt je Faser und Rezeptur. Geprüft wird die antibakterielle Aktivität nach ISO 20743 vor und nach einer festgelegten Zahl von Wäschen, im Haushaltsverfahren nach ISO 6330 oder gewerblich nach ISO 15797. Die Stufen 10, 25 und 50 im Waschzyklus-Zähler sind Prüfpunkte.

Funktioniert die Ausrüstung auf Baumwolle und Polyester?

Beide Fasern stehen in der Material-Bibliothek. Baumwolle bietet als Cellulosefaser viele Hydroxylgruppen zur Anbindung. Polyester ist glatter und wasserabweisender und braucht meist eine angepasste Fixierung. Welche Rezeptur für welche Faser und Mischung passt, prüfen wir im Projekt mit Ihrem Veredler.

Welche Norm gilt für antimikrobielle Textilien?

Für die antibakterielle Aktivität von Textilien gilt ISO 20743. Sie beschreibt ein Absorptions-, ein Transfer- und ein Druckverfahren; Prüforganismen sind in der Regel Staphylococcus aureus und Klebsiella pneumoniae. Das Ergebnis ist der Aktivitätswert A, eine logarithmische Differenz zur unbehandelten Kontrolle. Für die Waschbeständigkeit wird vorher nach ISO 6330 oder ISO 15797 gewaschen.

Quellen4
  1. Callewaert C., De Maeseneire E., Kerckhof F.-M., Verliefde A., Van de Wiele T., Boon N. (2014): Microbial odor profile of polyester and cotton clothes after a fitness session. Applied and Environmental Microbiology 80(21):6611–6619.
  2. Mitchell A., Spencer M., Edmiston C. Jr. (2015): Role of healthcare apparel and other healthcare textiles in the transmission of pathogens: a review of the literature. Journal of Hospital Infection 90(4):285–292.
  3. Geranio L., Heuberger M., Nowack B. (2009): The behavior of silver nanotextiles during washing. Environmental Science & Technology 43(21):8113–8118.
  4. Verordnung (EU) Nr. 528/2012 (Biozid-Verordnung), Art. 58 und Anhang V (Produktarten 2 und 9); ISO 20743; ISO 6330; ISO 15797.

Welche Faser, welches Verfahren?

Der Machbarkeits-Check ist für Textil vorbelegt. Nennen Sie Faser, Veredlungsschritt und Waschanforderung.