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ZCP – Z-Chitosan Products Germany

Anwendung · Wasser & Membranen

Beschichtung gegen Biofouling auf Membranen.

ZCP entwickelt mit Membran- und Anlagenherstellern Z-Chitosan-Beschichtungen für Umkehrosmose-, Nano- und Ultrafiltrationsmembranen.

Biofouling kostet Betriebsdruck, Reinigungschemie und Membranlebensdauer. Die Beschichtung soll die Anhaftung von Mikroorganismen erschweren und dabei Flux und Salzrückhalt erhalten.

Teilweise entrolltes Umkehrosmose-Element mit Membrantaschen, Rautengitter-Spacer und gelochtem Permeatrohr
Anwendungsbeispiel
Spiralwickel-Element, teilweise entrollt
Problem
Biofouling auf RO-, NF- und UF-Membranen und Feed-Spacern: höherer Druck, häufigere Reinigung, kürzere Lebensdauer
Material
Polyamid-Dünnfilm-Verbundmembranen · UF-Membranen · Feed-Spacer aus PP
Einbringung
Beschichtung der Flachmembran oder des fertigen Elements · Masterbatch für Kunststoffbauteile
Prüfdaten
ausgewählte Prüfdaten auf Anfrage, nach Prüfung und unter NDA

Das Problem

Biofouling bremst Membrananlagen.

  1. Druck

    Biofouling führt in Umkehrosmoseanlagen zu höherem Betriebsdruck, häufigerer chemischer Reinigung und kürzerer Membranlebensdauer (Matin et al. 2011).

  2. Spacer

    In Spiralwickel-Elementen verursacht Biofilm auf dem Feed-Spacer den größten Teil des Druckverlust-Anstiegs im Zulaufkanal (Vrouwenvelder et al. 2009).

  3. Chlor

    Hypochlorit verändert die Oberflächenchemie von Polyamid-Trennschichten (Kwon & Leckie 2006). Biofilme tolerieren zudem hohe Biozidmengen (Flemming 2002).

Literatur

Oberflächenansätze setzen deshalb früh an: bei der Anhaftung der ersten Zellen.

Halle einer Wasseraufbereitung mit Umkehrosmose-Anlage, gestapelte weiße Druckrohre und Edelstahl-Verrohrung
Symbolbild

Im Element

Vom Wickel bis zur Trennschicht.

Gehen Sie die drei Stufen durch: Das Element rollt sich auf, dann folgen Oberfläche und Querschnitt.

Modell wird geladen …

Modellhafte Darstellung

Zulauf → Konzentrat (axial) · Permeat → Permeatrohr (spiralförmig nach innen)

Was sehe ich?

Gehen Sie die drei Stufen durch: Das Element rollt sich auf, dann folgen Oberfläche und Querschnitt.

  • Außenhülle. Glasfaserverstärkte Ummantelung, hält den Wickel zusammen.
  • Stirnplatte. Teleskopierschutz; verhindert, dass sich die Lagen unter Druck verschieben.
  • Membrantasche. Zwei Membranblätter um einen Permeat-Spacer, an drei Seiten verklebt, offen zum Permeatrohr.
  • Feed-Spacer. Rautengitter zwischen den Taschen; hält den Zulaufkanal offen. Hier setzt Biofouling häufig an.
  • Permeat-Spacer. Leitet das Permeat in der Tasche zum Rohr.
  • Permeatrohr. Gelochtes Zentralrohr, sammelt das Permeat.

Einbringung

Wo die Beschichtung ansetzt.

  • Flachmembran

    Auftrag aus wässriger Lösung auf die Polyamid-Oberfläche vor dem Wickeln.

  • Fertiges Element

    Eine Beschichtungslösung wird durch das Element gespült und erreicht Membran und Feed-Spacer.

  • Kunststoffbauteile

    Feed-Spacer, Filterkartuschen und Gehäuse mit Masterbatch.

Membrantypen
Umkehrosmose (RO) · Nanofiltration (NF) · Ultrafiltration (UF)
Einsatzfelder
Trinkwasser · Prozesswasser · Meerwasserentsalzung · Lebensmittel und Getränke · Pharma

Prüfung

Prüfung und Einordnung.

Welche Prüfungen ein Produkt mit Z-Chitosan braucht, hängt von Material, Einsatz und geplanter Aussage ab; wir legen sie im Projekt gemeinsam fest. Zum Schutz unseres geistigen Eigentums können ausgewählte Prüfdaten potenziellen Partnern auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden, nach Prüfung und unter einer Vertraulichkeitsvereinbarung.

Nachweise ansehen

Regulatorischer Rahmen

Materialien mit Trinkwasserkontakt regelt Art. 11 der Trinkwasserrichtlinie (EU) 2020/2184; ab 31.12.2026 gelten die europäischen Positivlisten (Durchführungsbeschluss (EU) 2024/367). Eine Membran mit ausgelobter biozider Eigenschaft ist eine behandelte Ware nach Art. 58 der Verordnung (EU) Nr. 528/2012.

  • Trinkwasser Art. 11 RL (EU) 2020/2184
  • Positivlisten ab 31.12.2026 (DB (EU) 2024/367)
  • behandelte Ware

Einordnung ohne Gewähr · keine Rechtsberatung

Einordnung, keine Rechtsberatung. Stand: 26.09.2026

Für Ihre Unterlagen

Partner-Steckbrief

Problem
Biofouling auf RO-, NF- und UF-Membranen und Feed-Spacern: höherer Druck, häufigere Reinigung, kürzere Lebensdauer
Materialien
Polyamid-Dünnfilm-Verbundmembranen · UF-Membranen · Feed-Spacer aus PP
Einbringung
Beschichtung der Flachmembran oder des fertigen Elements · Masterbatch für Kunststoffbauteile
Prüfdaten
ausgewählte Prüfdaten auf Anfrage, nach Prüfung und unter NDA
Regulatorischer Rahmen
Richtlinie (EU) 2020/2184 Art. 11 · Durchführungsbeschluss (EU) 2024/367 · BPR Art. 58
Zusammenarbeit
Gemeinsame Entwicklung mit Membran- und Anlagenherstellern · Lizenz nach Entwicklung
Status
Partner gesucht
Ansprechpartner
Hadi Sultani, Geschäftsführer · +49 176 84362604

Häufige Fragen

Was Membranhersteller fragen.

Ihre Frage ist nicht dabei? Fragen Sie den Assistenten oder das Team.

Wie soll die Beschichtung gegen Biofouling wirken?

Chitosan ist im sauren Bereich positiv geladen, die meisten Bakterienoberflächen sind negativ geladen. Die Literatur beschreibt eine Anlagerung an die Zellhülle und eine Störung der Zellmembran (Rabea et al. 2003). Auf der Membran soll die Beschichtung die Anhaftung der ersten Zellen erschweren. Wie gut das gelingt, zeigen Durchflussversuche im Projekt.

Beeinflusst die Beschichtung den Flux?

Jede zusätzliche Schicht auf der Trennschicht kann Wasserdurchgang und Salzrückhalt verändern. Deshalb prüfen wir im Projekt Flux und Salzrückhalt vor und nach der Beschichtung und im Verlauf eines Biofouling-Versuchs. Erst diese Daten zeigen, ob sich eine Beschichtung für Ihre Anlage lohnt.

Für welche Membrantypen ist die Beschichtung gedacht?

Ausgelegt ist sie auf Polyamid-Dünnfilm-Verbundmembranen für Umkehrosmose und Nanofiltration sowie auf Ultrafiltrationsmembranen, vor allem in Spiralwickel-Elementen; andere Bauformen auf Anfrage. Bei Trinkwasserkontakt gilt zusätzlich die Trinkwasserrichtlinie (EU) 2020/2184. Welche Kombination passt, klärt ein kurzes Gespräch zu Ihrem Membran- und Anlagentyp und zur Wasserqualität.

Quellen7
  1. Matin A., Khan Z., Zaidi S. M. J., Boyce M. C. (2011): Biofouling in reverse osmosis membranes for seawater desalination: Phenomena and prevention. Desalination 281:1–16.
  2. Vrouwenvelder J. S., Graf von der Schulenburg D. A., Kruithof J. C., Johns M. L., van Loosdrecht M. C. M. (2009): Biofouling of spiral-wound nanofiltration and reverse osmosis membranes: A feed spacer problem. Water Research 43(3):583–594.
  3. Kwon Y.-N., Leckie J. O. (2006): Hypochlorite degradation of crosslinked polyamide membranes: I. Changes in chemical/morphological properties. Journal of Membrane Science 283(1–2):21–26.
  4. Flemming H.-C. (2002): Biofouling in water systems – cases, causes and countermeasures. Applied Microbiology and Biotechnology 59:629–640.
  5. Lejarazu-Larrañaga A., Landaburu-Aguirre J., Senán-Salinas J., Ortiz J. M., Molina S. (2022): Thin Film Composite Polyamide Reverse Osmosis Membrane Technology towards a Circular Economy. Membranes 12(9):864 (Schichtaufbau und Größenordnungen).
  6. Rabea E. I., Badawy M. E.-T., Stevens C. V., Smagghe G., Steurbaut W. (2003): Chitosan as antimicrobial agent: applications and mode of action. Biomacromolecules 4(6):1457–1465.
  7. Richtlinie (EU) 2020/2184, Art. 11 · Durchführungsbeschluss (EU) 2024/367 · Verordnung (EU) Nr. 528/2012, Art. 58.

Passt Z-Chitosan zu Ihrer Membran?

Nennen Sie Membrantyp, Bauform und Wasserqualität. Sie erhalten eine vorläufige Einschätzung als Projekt-Steckbrief.